Japanische Küche und Esskultur

Japanische Küche und Esskultur

Die japanische Küche hat einen Großteil ihrer traditionellen Esskultur über die Jahrtausende hinweg beibehalten. Dabei ist die Esskultur der Japaner stark geprägt von der asiatischen Lebensphilosophie und den Traditionen des Insellebens. Wie in allen anderen asiatischen Ländern auch ist Reis das Grundnahrungsmittel. Der japanischen Küche entsprechend wird er weder scharf gewürzt, noch mit anderen Zutaten gemischt und behält so seinen Eigengeschmack. Aufgrund der geographischen Lage gehören zur guten japanischen Küche neben viel Fisch konventioneller Weise auch Meeresfrüchte. Anders als in den meisten asiatischen Ländern pflegen die Japaner ihre Gerichte nur wenig zu würzen, da sie besonderen Wert auf die natürlichen Aromen der Nahrungsmittel legen. Dies ist auch ein Grund, warum Japaner viele Gerichte - wie beispielsweise Sushi - kalt konsumieren. Da die japanische Küche durch frische Zutaten besticht, werden diese wie in vielen anderen Esskulturen auch der Saison angepasst.

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Japaner sind Feinschmecker

Zu den unabdingbaren Voraussetzungen der japanischen Küche gehören die Natürlichkeit und die Frische der Lebensmittel, denn Japaner sind Feinschmecker. Entsprechend sollten die Zutaten auch nach dem Garen noch ihre ursprüngliche Farbe und Form aufweisen, so dass alles so frisch wie möglich serviert und gegessen werden kann. Hierzu dienen auch die in Japan vorherrschenden sehr kurzen Koch- und Garzeiten. Denn durch sie wird gewährleistet, dass die verschiedenen Elemente der Nahrungsmittel hervorgehoben werden oder zumindest erhalten bleiben. Grundsätzlich ist die japanische Küche sehr variantenreich: Neben gekochten, gegrillten, gebratenen und gedämpften Speisen wird auch roh gegessen. Gemüse wird in der Regel blanchiert oder eingelegt. Darüber hinaus wird prinzipiell - neben dem Eigenfett, das die frischen Zutaten aufweisen - nur sehr wenig Fett verwendet. All dies trägt dazu bei, dass die japanische Küche außergewöhnlich gesund ist.  Essen ist in Japan weit mehr als bloße Nahrungsaufnahme. Vielmehr ist es ein Zusammenwirken von traditionellem Ritual und einer im Gleichgewicht gehaltenen optischen und geschmacklichen Ästhetik. So ist ein japanisches Essen nicht nur eine Angelegenheit des Gaumens, sondern auch der Augen.

Japanische Tischsitten

Dass sich die japanischen Sitten und Gebräuche von den deutschen unterscheiden, merkt man auch am Esstisch. Gegessen wird meist mit Stäbchen. Teller sind den Japanern eher fremd, dafür lieben sie es, ihr Essen in kleinen Schalen auf recht flachen Tischen zu servieren. Dabei ist es Brauch, dass der Gast am Ende des Tisches mit Blick auf den Eingang dem Hausherrn gegenübersitzt. Vor dem Essen werden je nach Jahreszeit heiße oder kalte Tücher gereicht und gegessen wird prinzipiell erst dann, wenn alle Speisen serviert sind. Sojasoße über den Reis zu schütten, sollten Sie in Japan ebenso vermeiden wie das Verwenden von Zahnstochern und das Naseputzen, denn dies ist verpönt. Anders ist es, wenn Ihnen ein kleines Malheur passiert, so dass sich Flecken auf der Tischdecke befinden, denn dies wird als Kompliment für den Koch gewertet. Interessant ist auch, dass der Reis meist erst am Ende gegessen wird. Begleitet wird das gesamte Essen von Tee und Sake, wobei der Reiswein heiß oder kalt serviert und darüber hinaus als Aperitif und als Digestif gereicht wird. Nicht selten wird Sake, ähnlich wie in Europa der Wein, auch in Soßen verarbeitet. Anders als bei uns wird in Japan ein Anstandsrest nicht gern gesehen, weshalb Sie versuchen sollten, stets alle Speisen bis auf den letzten Rest zu verzehren.

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Die Bento-Box: Lunchpaket mit Tradition

Bento-Boxen haben in Japan eine jahrhundertelange Tradition und sind bereits seit dem fünften Jahrhundert bekannt. Meist werden diese japanischen Lunchboxen mit den verschiedensten Leckerbissen bestückt, wobei auch hier gilt: Das Auge isst bekanntlich mit! Aus diesem Grund soll der Inhalt einer Bento-Box nicht nur den Gaumen erfreuen, sondern auch ein visuelles Highlight darbieten. Traditionell haben Bento-Boxen unterschiedliche Fächer, in welche die Speisen in mundgerechten Portionen verteilt werden. Wichtig ist, dass dabei kein Fach leer bleibt und die Appetizer komplementär zueinander angeordnet werden. Mit anderen Worten: Die Häppchen sollten in Form und Farbe zueinander in Kontrast stehen. Noch heutzutage ist die Bento-Box für viele Japaner ein Statussymbol, so dass es nicht verwundert, wenn in diversen Fachzeitschriften Tipps und Tricks zum richtigen Bestücken dieser Lunchboxen gegeben werden. Eine perfekt bestückte Bento-Box verschafft selbst Kindern in der Schule Ansehen und Akzeptanz und dient - so zumindest der japanische Konsens - als verbindendes Element zwischen Mutter und Kind. Traditionell werden die Lunchboxen selbst zu Hause, meist mit typischen japanischen Hauptspeisen wie Fisch, Fleisch, Reis oder Gemüse, gefüllt und in einem handgemachten Beutel befördert.

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