Stephanie Färber unterwegs in Japan


Stephanie Färber unterwegs in Japan 

Unsere Japan-Expertin Stephanie Färber hat Japan für Sie bereist und schildert, welche fantastischen Sehenswürdigkeiten und Höhepunkte das Land zu bieten hat.

Anreise in das Land des Lächelns

Endlich geht es los! Mit der Lufthansa fliege ich von München zunächst nach Düsseldorf, von wo aus es nach einer kurzen Umsteigezeit mit All Nippon Airways weitergeht nach Tokyo. In meinem Sitz in der Premium Economy Klasse mache ich es mir voller Vorfreude auf die kommenden Tage gemütlich und bekomme schon einmal einen kleinen Vorgeschmack, wie unglaublich höflich und freundlich das japanische Volk ist. Nicht nur die Stewardessen sind rührend besorgt um mein Wohlbefinden, sondern auch Mitreisende suchen das Gespräch. Die Zeit vergeht wie im Flug und 11 Stunden später landet unsere Maschine auf dem Narita International Airport in Tokyo, wo ich bereits von meinem persönlichen Flughafen-Assistenten erwartet und herzlich in Empfang genommen werde. Ausgestattet mit sämtlichen Zug- und Bustickets für die nächsten Tage, guten Tipps und vielen nützlichen Infos folge ich ihm zu meinem Fahrer, der mich zu meinem Hotel für die ersten drei Nächte bringt. Während der etwa 1,5-stündigen Fahrt bekomme ich meine erste Stadtführung. In einem Mischmasch aus Japanisch und Englisch erzählt mein Fahrer mir zu jeder Sehenswürdigkeit kleine Geschichten, ich sehe den Tokyo Sky Tree, Disneyworld, Tokyo Bay, den Sky Tower… In Nullkommanichts sind wir im Stadtteil Shinjuku angelangt und ich bedanke mich herzlich bei meinem Fahrer für diese amüsante Fahrt.

Tokyo - Japans vielseitige Hauptstadt

Nachdem ich im Hotel eingecheckt und mich etwas frisch gemacht habe, mache ich mich auf, Tokyos angesagtes Amüsierviertel, das mit rund 2 Millionen Fahrgästen pro Tag auch den verkehrsreichsten Bahnhof der Welt beherbergt, ein wenig zu erkunden. Außerdem habe ich Hunger. Die Auswahl an verschiedensten Restaurants ist riesig und vor jedem Restaurant stehen mindestens zwei Angestellte, die Passanten lautstark davon zu überzeugen versuchen, das Essen in „ihrem“ Restaurant sei das Beste weit und breit. Schlussendlich entscheide ich mich für einen kleinen Ramen-Laden. Um mein Gericht zu bestellen, muss ich an einem Automaten gleich neben dem Eingang auf das Knöpfchen drücken, auf dem meine Wunschsuppe abgebildet ist und bekomme meine Nummer, mit der ich mir mein Essen kurz darauf an der Theke abholen kann. Es schmeckt köstlich! Gut gestärkt bummele ich anschließend noch ein wenig weiter durch das bunte Gewusel und bin glücklich, endlich wieder in Asien zu sein

Erkundungstour durch Tokyo

Nach einem typisch japanischen Frühstück starte ich meine Erkundungstour durch Tokyo, Japans Hauptstadt, in der etwa 9,3 Millionen Menschen leben. Hier passiert alles gleichzeitig, schnell, die Stadt ist riesig, bunt, topmodern und unglaublich faszinierend. Die Zukunft scheint hier bereits heute stattzufinden und doch gibt es neben den unzähligen Wolkenkratzern, die das Stadtbild dominieren, auch zahlreiche grüne Oasen und unzählige Tempel und Schreine, die von der langen und reichen Geschichte des Landes zeugen. Mein erstes Ziel ist Yanaka Ginza, eines der letzten Shitamachi (alten Viertel). Bewaffnet mit meinem Smartphone, auf dem ich die Selfguide-App installiert habe, laufe ich bei schönstem Wetter kreuz und quer durch Wohnviertel, vorbei an kleinen Tempelchen und Märkten, durch hübsche Parks und dann wieder entlang viel befahrener, mehrspuriger Straßen. Es ist wirklich interessant, wie vielseitig diese Millionenmetropole ist! Nachdem ich mir auch den zauberhaften botanischen Garten angeschaut und die nette Dame am Einlass nach dem Weg gefragt habe, erreiche ich schließlich mein Ziel. Yanaka Ginza ist ein nettes Viertel mit engen Gassen und ich genieße es, mich hier einfach ein wenig treiben zu lassen, den Handwerkern bei ihrer Arbeit zuzusehen, durch die Lädchen mit typischen Spezialitäten zu stöbern und auch das ein oder andere zu probieren.

Ueno-Park und Botanischer Garten

Nach einer kleinen Pause in einem wirklich süßen kleinen Café geht es weiter Richtung Ueno. Ich passiere ehemalige Samurai-Residenzen, buddhistische Friedhöfe und private Tempel, dann bin ich in Ueno, einem der geschäftigsten Touristen-Hotspots im nordwestlichen Teil Tokyos, der hauptsächlich für seine Vielzahl an Kunstgalerien, Geschichts- und Naturwissenschaftsmuseum bekannt ist, aber auch einen wunderschönen Park gibt es hier, in dem ich einige Baseballspieler beim Trainieren beobachte. Von dort aus geht es weiter zum Ameyoko, einem Straßenmarkt nahe des Ueno-Bahnhofs mit Hunderten von Händlern und Marktschreiern, die unter anderem traditionelle Süßigkeiten anpreisen, woher auch die Bezeichnung „ame yoyocho“ stammt, was wörtlich übersetzt Süßigkeiten-Gasse bedeutet. Natürlich muss ich auch etwas probieren und kaufe mir einen mit Sahne, Karamell und Bananenstückchen gefüllten japanischen Crêpe. So etwas Süßes hab ich in meinem ganzen Leben noch nicht gegessen!

Tokyo mit den öffentlichen Verkehrmitteln erkunden

Nach dem langen Fußmarsch am Vormittag ist es nun Zeit, das U- und S-Bahnnetz Tokyos zu testen. Mit dem Zug fahre ich von Ueno aus nach Shibuya, das für sein buntes Nachtleben bekannt ist. Natürlich muss ich mir auch die berühmte Shibuya Kreuzung ansehen, die als geschäftigste Kreuzung der Welt gilt. Mehr als 1000 Menschen überqueren hier bei jeder Ampelschaltung die Straße!

Zu Fuß geht es dann für mich weiter nach Harajuku, einem angesagten Shoppingbezirk, wo sich Fashionistas aus aller Welt wegen seiner Bandbreite an internationalen Markenlabels und lokalen aber exzentrischen Boutiquen versammeln. Ich schlendere entlang der Takeshita Street, vorbei an zahllosen Boutiquen, Restaurants und Cafés, in denen sich die Shopper eine kurze Pause gönnen. Auch ich setze mich in eines der Cafés und beobachte das geschäftige Treiben um mich herum. Gut gestärkt bummele ich anschließend über Omesando, das üblicherweise als Champs-Elysee Tokyos bezeichnet wird. In der breiten, von Bäumen gesäumten Straße begegne ich zahlreichen Luxuslabels und dem entsprechenden Publikum. Auch pompös, aber auf ganz andere Weise geht es mit dem Meiji-Schrein, Tokyos berühmtestem Schrein, weiter. Der Schrein ist dem Geist des ehemaligen Kaisers Meiji gewidmet und von einem riesigen Park mit 120.000 Bäumen umgeben. Man vergisst hier ganz, dass direkt vor dem Eingang zum Schrein der geschäftige Einkaufsbezirk liegt. Ich genieße die wohltuende Ruhe, bevor ich mich auf den Rückweg nach Shinjuku in mein Hotel mache, wo ich mich von diesem eindrucksvollen Tag erhole.

Hakone im Fuji Nationalpark

Schon früh am Morgen mache ich mich heute auf in das im Fuji Nationalpark gelegene Hakone. Die fantastische Sicht auf den majestätischen Mount Fuji, die man hier an klaren Tagen hat, seine vielen Thermalbäder und schöne Wanderwege machen Hakone zu einem beliebten Ausflugsziel für die Bewohner Tokyos, die sich einmal eine Auszeit von der belebten Metropole gönnen möchten.

Hakone erleben

Heute schaue ich mir selbst einmal an, warum viele von dieser Gegend so schwärmen. Vom Bahnhof Shinjuku, dem meistfrequentierten Bahnhof der Welt, geht es mit dem Romance Car der Odakyu-Bahnlinie Richtung Hakone, wo ich nach einer 90-minütigen Fahrt vorbei an kleinen Dörfchen, Reisfeldern und Gemüsegärten am Bahnhof Hakone-Yumoto ankomme. Von dort aus bringt mich die Hakone Tozan Bahn, die ich mit meinem Hakone Free Pass nutzen kann, ohne mir ein weiteres Ticket kaufen zu müssen, im Zickzack-Kurs den Berg hinauf in die Ortschaft Miyanoshita. Kleine Cafés laden hier zum Verweilen ein. Das Besondere: während man sich seinen Kaffee schmecken lässt, kann man sich ein entspannendes Fußbad im heißen Quellwasser gönnen. Einfach himmlisch! So entspannt schlendere ich durch die Ortschaft zum traumhaft schönen Ryokan Hakone Ginyu. Wer einmal in Hakone ist, sollte unbedingt eine Nacht in einer solchen Unterkunft verbringen. In einem Ryokan lässt es sich nach einem erlebnisreichen Tag an der frischen Luft herrlich im privaten Onsen (heißen Quellbad) relaxen und im leichten Kimono das mehrgängige Kaiseki-Dinner genießen.

Anschließend bettet man sich auf Futons am Boden zur Ruhe. Das Hakone Ginyu ist mit seinen 28 Zimmern, seiner herzlichen Gastfreundschaft und dem japanisch-balinesischen Flair die beste Adresse für ein entspanntes und exotisches Ryokan-Erlebnis. Hier genießen Sie von Ihrem privaten Onsen oder auch der Hotelterrasse oder dem Restaurant aus einen traumhaften Blick ins Grüne. Besser kann man kaum entspannen! Im Gora Kadan, ein Ryokan in der mit der Tozan-Bahn nur einige Fahrminuten entfernten Ortschaft Gora ist noch ein wenig exklusiver und bietet seinen Gästen sogar noch einen Pool sowie einen Fitnessraum. Der Stil ist rein japanisch, clean und modern: sehr schick! Ein Ryokan-Erlebnis vom Allerfeinsten.

Rückkehr nach Tokyo

Leider werde ich die Nacht nicht hier verbringen und bevor es zurückgeht nach Tokyo, möchte ich noch etwas von Hakone sehen. Ich steige wieder ein in die Tozan-Bahn und weiter oben in die Bergbahn. Leider kann ich die Seilbahn nicht nutzen, da sie aufgrund der vulkanischen Aktivitäten im Moment außer Betrieb ist. Also schlendere ich noch ein wenig durch die netten Ortschaften und probiere ein Matcha-Eis, dann ist es leider schon wieder Zeit, sich auf den Rückweg zu machen. Ich hätte gern mehr Zeit in Hakone verbracht, um ein wenig zu wandern oder auch mit dem Ausflugsdampfer zu fahren und das Open Air Museum der Stadt zu besuchen.

Geschäftiges Treiben auf dem Tsukiji Fischmarkt

Nach einem leckeren Frühstück treffe ich mich heute mit meinem Guide, um mir von ihm ein paar der schönsten Highlights Tokyos zeigen zu lassen. Dazu fahren wir zuerst zum berühmten Tsukiji Fischmarkt, einem der größten Fischmärkte der Welt. Das wundert mich nicht, wenn ich mir ansehe, welche Mengen an Fisch und Meeresfrüchten hier angeboten und gekauft werden! Aber auch Obst zu astronomisch hohen Preisen und andere frische Lebensmittel, wie etwa Wasabi-Wurzeln, bekommt man hier. Staunend beobachte ich einen Verkäufer, wie er mit Hilfe einen riesigen Säbels einen frischen Tunfisch zerlegt. Überall herrscht hier geschäftiges Treiben und vor den Lager- und Verkaufshallen muss man sich in Acht nehmen vor den kreuz und quer vorbeidüsenden Lieferanten auf ihren Motorrollern. So ein Bummel über den Fischmarkt mit all den Leckereien, die er zu bieten hat, macht natürlich hungrig und deshalb führt mich mein Reiseleiter nun über den äußeren Ring des Fischmarktes, in dem zahllose Snack-Stände und Sushi-Restaurants angesiedelt sind. Einer von letzteren ist unser Ziel für das Mittagessen. Ich entscheide mich für eine Auswahl an verschiedenen Sashimi auf Reis und muss sagen: so frisches und leckeres Sushi habe ich wirklich in meinem ganzen Leben noch nicht gegessen!

Gestärkt geht es anschließend weiter zum Hamarikyu-Teien, einem ehemals privaten Garten eines Adligen der Edo Periode. Der Garten ist nicht nur wegen seiner landschaftsarchitektonischen Schönheit einen Abstecher wert, sondern auch wegen des bekannten Teehauses, das sich mitten im See befindet. Ein perfekter Ort, um bei einer Tasse Matcha ein wenig die Seele baumeln zu lassen.

Bootsfahrt mitten in Tokyo

Anschließend setzen wir unsere Erkundungstour mit einer Bootsfahrt fort. Vom Hamarikyu-Garten aus fahren wir auf dem Sumida-Fluss etwa eine Stunde lang vorbei an bekannten Gebäuden, wie dem Sky Tree und unter 12 Brücken hindurch bis zum Viertel Asakusa, wo der Sensoji-Tempel, der älteste buddhistische Tempel Tokyo‘s, unseren Besuch erwartet. Der Sensoji-Tempel ist heute besser bekannt als Asakusa-Kannon-Tempel und der Weg dorthin führt durch das Donnertor mit einem der bekanntesten Fotomotive der Stadt: ein 3,30 Meter hoher und 100 Kilogramm schwerer roter Lampion. Die mit vielen Souvenirläden gesäumte Nakamise-dori führt, vorbei an einem großen Weihrauchgefäß, an dem die Gläubigen sich hingebungsvoll den Rauch der glimmenden Stäbchen ins Gesicht fächern, direkt zum Haupttempel. Hier zeigt mir mein Reiseleiter, wie man auf japanische Art richtig um Glück bittet. Es gilt einiges zu beachten!

Zukunft hautnah im Robot Restaurant

Den krönenden Abschluss des Tages bildet der Besuch im Robot Restaurant im Stadtteil Shinjuku. Eine ganz besondere Kombination aus Neonlichtern, bunten Robotern, schrill gekleideten Tänzern und mitreißender Musik, macht diese Show zu einem echten Erlebnis und verbindet gleichzeitig Japans Vergangenheit und Zukunft auf sehr unterhaltsame Art und Weise. Die Geschichte, ein Kampf von Gut gegen Böse, ist recht kitschig, aber sehr gut umgesetzt. Für mich absolut sehenswert!

Tagesausflug nach Kanazawa

Nach einem letzten Frühstück in der Millionenmetropole Tokyo setze ich heute meine Reise durch Japan fort und fahre mit dem Shinkansen ans Japanische Meer, nach Kanazawa. Um bequemer zu reisen, habe ich mir ein Handgepäck für eine Nacht gepackt und gebe meinen Koffer an der Rezeption meines Hotels ab, von wo er für mich nach Takayama gesendet wird, meiner übernächsten Station. Dann fahre ich das erste Mal mit dem weltberühmten Hochgeschwindigkeitszug und lasse die Landschaft bei einer Spitzengeschwindigkeit von 270 Kilometern pro Stunde an mir vorbeiziehen. Nur zweieinhalb Stunden später haben wir bereits unser Ziel erreicht und ich treffe meine Reiseleitung, die mir die Stadt, als "kleines Kyoto" bekannt, zeigt.
Als erstes führt sie mich dazu zum Omicho Fischmarkt, der zwar hübsch, aber lang nicht so gewaltig wie der Tsukiji Fischmarkt in Tokyo ist. Dennoch läuft uns bald das Wasser im Munde zusammen und es wird Zeit zum Mittagessen. Meine Reiseleiterin führt mich in ein nettes Restaurant, wo ich mir ein leckeres Kaiseki-Lunch schmecken lasse: eine Box mit vielen kleinen Gerichten, jedes davon ein ganz anderes Geschmackserlebnis. Unbedingt probieren!

Die Highlights Kanazawas

Gut gestärkt, machen wir uns anschließend auf, Kanazawa’s Highlights zu erkunden: die Burg von Kanazawa, den Kenroku-en Garten und das 21st Century Museum of Contemporary Art. Wir beginnen mit dem Besuch der Burg, die das Wahrzeichen der Stadt und auch als Drehort einiger Samurai-Dramen bekannt ist. Das Besondere sind ihre weißen Ziegel, die ihre Farbe durch die Verwitterung im Laufe der Jahre erhalten haben.
Von hier aus ist es nur ein Katzensprung bis zum Kenroku-Garten, einem der drei schönsten Gärten Japans. Kenroku lässt sich am besten übersetzen mit „Die vereinigten Sechs“, womit die klassischen Kriterien eines chinesischen Gartens gemeint sind, nämlich: Abgeschlossenheit, Weitläufigkeit, Künstlichkeit, Natürlichkeit, Wasser und weite Sicht. Diese Elemente vereint der Garten in Perfektion und es macht Spaß, herauszufinden, welches Element sich wo im Garten wiederfindet.

Und auch zum 21st Century Museum of Contemporary Art ist es von hier aus nicht weit. Das Museum ist ein Meisterwerk zeitgenössischer Architektur und bietet einiges zu entdecken wie etwa ein mit Wasser gefülltes Schwimmbecken, das so gebaut ist, dass es den Anschein hat, als würden Besucher auf dem Grund des Beckens spazieren wie an Land.

Samurai-Viertel Nagamachi

Zum Abschluss des Tages führt mich meine Reiseleiterin noch durch das Samurai-Viertel Nagamachi, wo wir auch eines der alten Samurai-Häuser, das bekannte Nomura-Haus, besuchen. Hier bekomme ich einen guten Einblick in das Leben der Kriegerkaste und besonders der kleine Garten und der Geruch der Tatami-Matten haben es mir angetan. Anschließend bummeln wir noch ein wenig durch das von Laternen erleuchtete Geisha-Viertel, das jetzt ganz ruhig ist. In den Restaurants und Teestuben dagegen ist zu dieser Zeit einiges los, jedoch sind hier leider meist nur Japaner erwünscht. So schlendern wir einfach ein wenig durch die Gassen und ich habe das Gefühl, eine Zeitreise in die Vergangenheit gemacht zu haben.

Durch die Natur nach Shirakawago

Mit dem Bus geht es heute Morgen in die Japanischen Alpen, genauer gesagt in das kleine Gebirgsdörfchen Shirakawago. Schon allein die Fahrt dorthin ist ein Erlebnis und wir passieren grüne Berge, tiefe Schluchten und blaue Seen soweit das Auge reicht. Nach nur eineinhalb Stunden Fahrt erreichen wir das historische Dorf im Flusstal des Shogawa, das zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört und entsprechend gut besucht ist. Heute sind vor allem zahlreiche japanische Schulklassen unterwegs, die sich aber ganz gut über die gesamte Fläche verteilen. Das Besondere an diesem hübschen Dorf sind seine großen Bauernhäuser im Gassho-Zukuri-Stil mit ihren strohgedeckten, bis zu 60 Grad steilen Dächern, die an zum Gebet gefaltete Hände erinnern. Im Winter schneit es hier sehr viel, doch durch ihre Bauweise halten die Dächer den Schneemassen Stand.
Wer einen schönen Überblick über das Dorf genießen möchte, fährt am besten mit dem Shuttlebus hinauf zur Anhöhe Ogimachijoseki. Die Sportlicheren nutzen den Wanderweg hinauf. Ob zu Fuß oder per Bus, dort oben bietet sich Ihnen ein toller Blick auf das zauberhafte Örtchen. Am besten: einfach genießen!

Traditionelle Leckereien in Takayama

Nach einem leckeren Mittagessen bestehend aus Gemüse, Kräutern und Fisch aus der Region fahre ich weiter nach Takayama, das für seine traditionellen Kneipen, Sake-Brauereien und hübschen Geschäfte bekannt ist und sich viel von seinem ursprünglichen Charme bewahren konnte. Hier erwartet mich bereits mein nächster Reiseleiter, der mich durch die Gassen von Takayama führt und mir viel Interessantes über die ganz besonderen Spezialitäten erzählt, die man nur hier bekommt. Aufgrund seiner Lage in den Japanischen Alpen hat Takayama nämlich seine ganz eigenen Leckereien entwickelt wie etwa verschiedene Arten von Tofu oder Miso, mit dem hier sehr viel gekocht wird. Aber auch besonders guten Sake, wovon ich mich auch gleich selbst überzeugen darf. Von ganz mild über fruchtig bis richtig stark: für jeden Geschmack gibt es hier den richtigen Sake. Ob in einer Brauerei frisch gebrauter Sake erhältlich ist, sieht man am aus Zedernästen gebundenen Ball vor der Tür. Ist es grün, gibt es dort frischgebrauten Sake. Ist der Ball braun, ist der letzte Braugang schon ein wenig her.
Bevor es heute weitergeht nach Kyoto, lege ich noch einen Abstecher beim Miyagawa Morgenmarkt ein. Leider herrscht hier aufgrund des starken Regenfalls heute nicht so großer Andrang, doch ein paar Stände laden dennoch zum Stöbern ein. Anschließend mache ich mich auf den Weg zum Bahnhof, von wo aus mich der Hida-Express innerhalb von zweieinhalb Stunden zunächst nach Nagoya bringt. Dort steige ich um in den Hikari-Zug und erreiche nur weitere knapp 40 Minuten später die ehemalige Kaiserstadt Kyoto. Auch heute reise ich wieder mit leichtem Gepäck, mein Koffer wird für mich nach Osaka geschickt.

Geisha-Viertel und Teezeremonie in Kyoto

Nach einer Hotelinspektion und einer kurzen Erholungspause erwartet mich heute ein absolutes Highlight, worauf ich mich schon lange gefreut habe: ich werde an einer traditionellen Teezeremonie teilnehmen. Bevor es jedoch soweit ist, zeigt mir meine Reiseleiterin zunächst ein wenig die Stadt. Gemeinsam schlendern wir durch das berühmte Geisha-Viertel Gion, über das meine Reiseleiterin einiges zu erzählen weiß. Dann endlich kommen wir am Ort der Teezeremonie an: ein privates Haus mit eigenem kleinen Teeraum und privatem Tempelchen. Meine Reiseleiterin führt mich durch den kleinen Garten, der im Zwielicht ein wenig verzaubert wirkt, wo wir auf die Herrin des Hauses treffen: eine in einen eleganten Kimono gekleidete Dame, die mir zunächst zeigt, wie man sich vor der Zeremonie richtig waschen muss. Das ist wichtig, um für dieses bedeutungsvolle Ritual würdig zu sein. Anschließend betreten wir auf Knien rutschend den Raum, in dem die Teezeremonie stattfinden wird. Mit grazilen Bewegungen, wie ich sie noch nie an jemandem gesehen habe, säubert sie nun zunächst die Instrumente bevor sie den Tee zubereitet, den sie mir anschließend, zusammen mit etwas Süßem, serviert. Er schmeckt etwas herb, aber köstlich. Dann bin ich an der Reihe und versuche mich unter ihrer Anleitung selbst in der richtigen Zubereitung des Tees, was mir auch ganz gut gelingt. Dann erwartet uns ein weiteres besonderes Erlebnis: ein Mönch weiht uns in die Zen-Meditation ein. Es ist gar nicht so einfach, den Kopf von sämtlichen Gedanken zu befreien, doch unvergleichlich entspannend.

Noch mit diesen besonderen Eindrücken im Kopf, besuchen wir anschließend den Kiyomizu Tempel, der für seine hölzerne Veranda bekannt ist, von der aus man einen fantastischen Blick auf die Stadt hat. Besonders schön ist der Blick natürlich zur Kirschblüten- oder Herbstlaubfärbung. Aber auch jetzt, im Sommer und bei Regen, genieße ich nicht nur die tolle Aussicht, sondern auch diese ganz besondere Atmosphäre sowie die Ruhe, die ich hier trotz der vielen Besucher empfinde. Und natürlich koste ich auch das „heilige Wasser“, das dem Trinkenden Gesundheit und ein langes Leben schenken soll. Anschließend schlendern wir noch ein wenig durch Higashiyama, ein von Souvenirständen gesäumtes Viertel, bevor wir diesen erlebnisreichen Tag mit einem leckeren Abendessen ausklingen lassen.

Fahrradtour durch Kyoto

 Nach dem Frühstück steht heute eine Fahrradtour auf dem Programm, die für mich ein weiteres Highlight Kyotos, aber auch meiner Japanreise darstellt. Gut gestärkt, treffe ich ganz in der Nähe des Bahnhofs auf meine Reiseleiterin, die mir zunächst einiges zum Straßenverkehr in Kyoto erklärt. Außerdem besprechen wir die Zeichen, die sie mir während der Fahrt geben wird, an denen ich mich in Hinsicht auf Richtung, Geschwindigkeit et cetera orientieren kann. Dann geht es los und wir fahren zunächst durch das Geisha-Viertel von Gion, wo ich noch einiges Neues über das Leben der Geishas und die Ausbildung der Meikos lerne. Anschließend geht es entlang des Kanals, weiter vorbei an Schreinen und Tempeln, durch den Park des ehemaligen Kaiserpalasts und über die berühmte Brücke, die im Film „Die Geisha“ zu sehen war. Vom Fahrrad aus erlebt man die Stadt noch einmal ganz anders und hat unterwegs immer wieder Gelegenheit zu kurzen Stopps. Nach etwa zwei Stunden fahren wir entlang des Kamogawa-Flusses zurück zum Bahnhof, wo ich mein Fahrrad abgebe.

Osaka - Tradition und Moderne vereint

Von dort aus geht es gleich weiter in die letzte Station meiner Reise: in die quirlige Handelsstadt Osaka. Gemeinsam mit meinem neuen Reiseleiter schlendere ich zunächst ein wenig durch Dotonbori, das Viertel am Dotonbori-Kanal. Einst ein Theaterviertel, ist es  heute bekannt für sein Nachtleben, bunte Reklameschilder wie etwa den "Running Man" der Firma Glico, und vor allem sein Streetfoot. Doch auch einige der bekanntesten Restaurants Osakas befinden sich hier wie etwa das „Kani Doraku“, ein Krabbenrestaurant, an dessen Fassade eine gewaltige Krabbe hängt, die Besuchern schon von weitem den Weg hierher weist. Oder Zubora-ya, dessen Eingang ein riesiger Kugelfisch markiert.

Unser nächstes Ziel ist die Burg von Osaka, die wir mit dem Taxi erreichen. Die Burg ist das Wahrzeichen und eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Unbedingt ein wenig Zeit einplanen, um in Ruhe auf Erkundungstour gehen zu können.

Über den Dächern Osakas

Mein letztes Ziel ist heute das Umeda Sky Building, das aus zwei durch einen Steg miteinander verbundenen, 40-Stockwerke-hohen Türmen besteht. Die Aussichtsplattform erreicht man über einen Lift mit Glasfront. Dort oben lasse ich mir den leichten Wind um die Nase wehen und genieße die fantastische Aussicht ringsum: Berge, Häuser und der in der Sonne glitzernde Fluss bieten wirklich einen traumhaft schönen Anblick und einen perfekten Abschluss meiner Japanreise. Ich lasse die vergangenen Tage noch einmal Revue passieren und bin mir sicher: dies war ganz bestimmt nicht meine letzte Reise ins „Land des Lächelns“ und ich werde bald wiederkommen, denn Japan und seine freundlichen Menschen haben mich fasziniert wie selten ein Land zuvor. Die Zeit hier ist leider viel zu schnell verflogen!

Abschied von Japan!

Mein letztes Ziel ist heute das Umeda Sky Building, das aus zwei durch einen Steg miteinander verbundenen, 40-Stockwerke-hohen Türmen besteht. Die Aussichtsplattform erreicht man über einen Lift mit Glasfront. Dort oben lasse ich mir den leichten Wind um die Nase wehen und genieße die fantastische Aussicht ringsum: Berge, Häuser und der in der Sonne glitzernde Fluss bieten wirklich einen traumhaft schönen Anblick und einen perfekten Abschluss meiner Japanreise. Ich lasse die vergangenen Tage noch einmal Revue passieren und bin mir sicher: dies war ganz bestimmt nicht meine letzte Reise ins „Land des Lächelns“ und ich werde bald wiederkommen, denn Japan und seine freundlichen Menschen haben mich fasziniert wie selten ein Land zuvor. Die Zeit hier ist leider viel zu schnell verflogen!

Sie wollen auch gern ganz individuell nach Japan reisen? Zögern Sie nicht und kontaktieren Sie unsere Reise-Spezialistin Stephanie Färber per Mail oder unter 089 127 091 123.

 

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