Von runden Ecken und mystischen Höhlen: Marketing Managerin Kristin in Okinawa

Von runden Ecken und mystischen Höhlen: Marketing Managerin Kristin in Okinawa

Welcome to Okinawa

Als es hieß ich darf nach Okinawa reisen war die Freude groß, denn ich war noch nie in Japan geschweige denn in Okinawa. Die Inselgruppe im Ostchinesischen Meer zwischen Taiwan und Japan ist auch bekannt als das „Hawaii der Japaner“. Doch neben wundervollen Stränden erwarten mich auf meiner Reise auch eine eindrucksvolle Kultur und vor allem sehr viele herzliche Menschen!

Trauminseln Ishigaki & Taketomi

Nach einem sehr angenehmen elfstündigen Flug mit der ANA lande ich in Tokio. Direkt am nächsten Morgen geht es ebenfalls mit der ANA weiter zu meiner ersten Station: Ishigaki.

Ishigaki gehört zu den östlichen Yaeyama Inseln Okinawas und begrüßt mich mit blauem Himmel und strahlender Sonne. Die Insel ist sehr grün, denn hier werden vor allem Ananas und Zuckerrohr angebaut. Zudem ist Ishigaki für seine Okinawa-Stoffe bekannt. Und genau diese Besonderheit bildet auch den ersten Stopp der Reise. Ich besichtige das Minsah Crafts Museum und lerne, wie die qualitativ hochwertigen Stoffe  produziert werden. Dabei zeigt mir die quirlige Besitzerin des Museums vom Anbau der Pflanzen über die Herstellung der Stoffe bis hin zur Gewinnung der verschiedenen Farben jeden Schritt der Produktion. Beeindruckend ist, dass alle Farben aus lokalen Pflanzen hergestellt werden. Man spürt, dass die Einwohner Okinawas und besonders Ishigakis sehr stolz auf diese Stoffe sind. Überall sieht man Menschen in farbenfroher Kleidung und bunten Hemden, die den typischen Hawaii-Hemden sehr ähneln. Auch im Verlauf der weiteren Reise treffe ich noch häufig auf diese Hemden mit Blumenmuster, die ein fester Bestandteil der Alltagskleidung der Einwohner von Okinawa sind.

Webstube auf Ishigaki, Okinawa Reisebericht, Japan Reisen
Gefärbte Okinawa Stoffe, Ishigaki, Japan Reisebericht

Abstecher zur Koralleninsel Taketomi

In Sichtweite zu Ishigaki befindet sich die kleine Insel Taketomi. Diese ist bequem in etwa 15 Minuten mit der Fähre zu erreichen. Taketomi wird auch Koralleninsel genannt, da sie hauptsächlich aus Korallen besteht und von einem Korallenriff umgeben ist. Per Shuttle geht es in nur wenigen Minuten weiter zum luxuriösen 5-Sterne Hotel Hoshinoya Taketomi Island. Das Resort ist von einer wunderschönen Grün- und Gartenanlage umgeben und vom hoteleigenen Aussichtspunkt bietet sich ein fantastischer Ausblick auf das Inselinnere, das Meer und das Korallenriff. Auf den Dächern und Mauern werde ich von den sogenannten Shisa begrüßt. Dies sind Löwenfiguren, die in der Regel als Paar auftreten. Dabei  hat der rechte Löwe ein  offenes Maul, um das Böse abzuwehren wohingegen der linke Löwe das Maul geschlossen hält, um alles Gute im Inneren zu bewahren.

Fähre von Ishigaki nach Taketomi, Okinawa Reisebericht, Japan Reisen
Sisha auf dem Dach, Okinawa Reisebericht, Japan Reisen

Ich genieße ein leckeres Mittagessen und die Hotel Managerin erzählt, dass ein Großteil der Zutaten im eigenen Gemüsegarten des Resorts angebaut wird.

Taketomi ist eine kleine Insel, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad in wenigen Stunden umrundet werden kann. Für Abkühlung sorgen dabei tolle Sandstrände und kristallklares Wasser. Leider muss ich mich schon von Ishigaki und Taketomi verabschieden, denn das Flugzeug zur Hauptinsel Okinawa Honto wartet bereits. Der Flug nach Naha dauert etwas mehr als eine Stunde und es bietet sich mir ein fantastischer Blick auf die Präfektur Okinawa mit ihren wundervollen, von Korallenriffen gesäumten Inseln.

Die Hauptinsel Okinawa Honto

Am Abend erreiche ich Naha, die Hauptstadt der Hauptinsel Okinawa Honto. Gut gestärkt geht es am nächsten Morgen zum berühmten Shuri-jo-Castle. Die Burg ist die Residenz der ehemaligen Herrscher des damaligen Königreichs Ryūkyū und noch heute spürt man die Magie alter Zeiten. Das Gelände wurde im zweiten Weltkrieg weitestgehend zerstört, doch mit viel Liebe zum Detail haben die Japaner das Shuri-jo-Castle rekonstruiert, sodass es seit 2000 zum UNESCO Weltkulturerbe gehört. Bei einer Führung erfahre ich allerlei Interessantes über die Geschichte der Burg und der Präfektur Okinawa. So findet man an den Burgmauern zum Beispiel keine Ecken, sondern die Mauern sind zum Boden hin und in den Ecken abgerundet. Damit sollte es Angreifern erschwert werden die Mauern zum Beispiel mit Leitern zu erklimmen. Auf dem Weg zum Hauptpalast passiere ich zahlreiche kleinere Tempel und prunkvolle Tore. Die sehr gut gepflegte und weitläufige Gartenanlage lädt zum Spazieren ein und von einem kleinen Aussichtspunkt bietet sich ein toller Blick über die Dächer Nahas.

Awamori – was lange währt, wird immer besser

Der nächste Halt ist die Tatsu-no-kura Brewery in Kin Town an der Ostküste der Insel. Den Besitzern der Brauerei gehört eine eigene Kalkstein-Höhle, die heute als Lager und früher als Schutz vor Luftangriffen im zweiten Weltkrieg diente. Die Besonderheit der Höhle ist, dass die Temperatur im Inneren konstant bei 18°C liegt. Damit eignet sie sich als perfekter Lagerort für Awamori. Awamori ist ein Sake, der aus thailändischem Langkornreis gewonnen wird und das typische Getränk für Okinawa ist. Je länger der Awamori gelagert wird, desto besser wird er. Doch was den Awamori der Tatsu-no-kura Brewery ganz besonders macht, ist die Möglichkeit eine eigene Flasche zu individualisieren und für fünf oder zwölf Jahre in der Höhle zu lagern. Die älteste Flasche stammt aus dem 1988 und ist heute eine wahre Rarität. Mich beeindruckt die mystische Stimmung in der Höhle und die tausenden individualisierten und mit persönlichen Wünschen und Glückwünschen beschrifteten Flaschen, die sich in zahlreichen Regalen an den Höhlenwänden befinden. Man spürt, dass dies ein sehr geschichtsträchtiger und spiritueller Ort ist und für mich zählt er auf jeden Fall zu den Highlights meiner Okinawa Reise!

Awamori, Kalksteinhöhle, Okinawa Reisebericht, Japan Reisen
Awamori, Kalksteinhöhle, Okinawa Reisebericht, Japan Reisen

Eine luxuriöse Oase am Meer - Hyatt Regency Seragaki Island

Am Nachmittag treffe ich im Hyatt Regency Seragaki Island ein, wo ich die Nacht verbringen werde. Das 2018 neu eröffnete Hotel liegt auf einer kleinen, privaten Halbinsel und verfügt über zwei Sandstrände. Von meinem sehr hellen, modernen und geräumigen Zimmer habe ich einen wundervollen Blick auf das Meer! Zum Abendessen genieße ich ein typisch japanisches Teppanyaki Menü. Die Gerichte werden ganz frisch direkt vor meinen Augen gegrillt und ich falle zufrieden und mehr als satt ins Bett.

Strand des Hyatt Regency Seragaki Island, Okinawa Reisebericht, Japan Reisen
Teppanyaki im Hyatt Regency Seragaki Island, Okinawa Reisebericht, Japan Reisen

Initiative zur Erhaltung der regionalen Kulinarik

Am nächsten Tag besuche ich die Tsukayama Brewery und lerne dort das Haruser Projekt kennen. Nachdem ich am Vortag einen Einblick in die Lagerung des Awamori erhalten habe, erfahre ich heute alles über seine Herstellung. Eine kleine Kostprobe darf dabei natürlich nicht fehlen. Die Brauerei befindet sich in einem alten, traditionellen Haus mit Garten. Das Mittagessen wird vom Team des Haruser Projektes zubereitet. Das Projekt vereint zahlreiche Farmer der Region, die sich gemeinsam zum Ziel gesetzt haben die regionale Kulinarik zu bewahren. Dabei werden zum Kochen ausschließlich regionale Produkte verwendet. Ein wahres Geschmackserlebnis! Neben der Zubereitung typischer Speisen bietet das Projekt zahlreiche andere Aktivitäten, wie die Fahrt mit traditionellen Booten, Lagerfeuer am Strand oder Kochkurse an. Eine tolle Möglichkeit mit den Einheimischen in Kontakt zu kommen und eine Blick hinter die Kulissen zu werfen!

Verkostung von Awamori, Okinawa Reisebericht, Japan Reisen
Traditionelles Esse, Okinawa Reisebericht, Japan Reisen

Ein privates Kleinod an der Westküste Okinawas

Gut gesättigt geht es zur Unterkunft für die nächste Nacht, dem The Uza Terrace Beach Club Villas. Leider spielt das Wetter nicht mit und die Ausläufer eines Taifuns ziehen an Okinawa vorbei. Die Palmen werden vom Wind hin und her gepeitscht und das Meer schlägt meterhohe Wellen. Dennoch ist es ein Erlebnis die Kraft der Natur hautnah zu spüren und im Hotel droht natürlich keine Gefahr. Die Taifun Saison auf Okinawa ist im Juli und August. Daher empfehlen sich zum Reisen speziell die Monate Mai und Juni sowie September bis November. Bei einer jährlichen Durchschnittstemperatur von 22°C ist es ganzjährig angenehm war. Kein Wunder, denn die Inselgruppe liegt auf dem gleichen Breitengrad wie Dubai. 

Doch auch wenn es draußen regnet, genieße ich die Zeit im The Uza Terrace Beach Club Villas in vollen Zügen. Das Resort wurde 2016 eröffnet und ist das einzige Relais & Chateaux Mitglied auf Okinawa. Auch hier werden die Zutaten der Mahlzeiten zum Großteil im eigenen Garten angebaut und als Gast darf man beim Ernten helfen. Die Pool Villen sind modern und bieten ausreichend Privatsphäre.

Pool Villa, The Uza Terrace Beach Club Villas, Okinawa Reisebericht, Japan Reisen
Gemüse aus dem Garten, The Uza Terrace Beach Club Villas, Okinawa Reisebericht, Japan Reisen

Das zuvorkommende und freundliche Personal erzählt mir, dass die Einwohner Okinawas sehr entspannt sind. Im Gegensatz zur Hektik in den Metropolen des japanischen Festlandes, scheinen die Uhren auf Okinawa etwas langsamer zu ticken. Fasziniert höre ich zu, wie sie von ihrer Religion und ihrem Glauben erzählen. Es bestätigt sich mein Eindruck aus der Kalksteinhöhle in Kin Town: Okinawa bietet eine Fülle an spirituellen und mystischen Orten. So glauben die Einheimischen zum Beispiel, dass die Verstorbenen als Schutzengel über sie wachen. An den Straßen entlang der Küste sieht man überall große Grabstätten, die kleinen Häusern ähneln. Diese sind immer dem Ozean zugewandt, um das Böse vom Land fernzuhalten. Zum Todestag der Liebsten trifft sich die ganze Familie an den Gräbern, veranstaltet ein großes Picknick und erinnert sich gemeinsam an die schönsten Momente. Diese Rituale beeindrucken mich sehr und machen deutlich, wie unterschiedlich die Kulturen der Welt doch sind. Die positive Einstellung und Lebensfreude der Menschen in Okinawa wird mir immer in Erinnerung bleiben.

Bignatas selbst färben - ein tolles Souvenir

Der letzte Tag auf Okinawa bricht an und meine Reise führt zurück in die Hauptstadt. Im Zentrum, direkt an der belebten Shoppingmeile Nahas, befindet sich das Naha City Traditional Arts & Craft Center. Hier kann man im Rahmen verschiedener Workshops zum Beispiel Glas herstellen, Töpfern, Lackplatten lackieren oder selbst Bingatas färben. Bingata bezeichnet alle Stoffmaterialien aus Okinawa, die mit einer bestimmten Färbetechnik bearbeitet wurden. Und so versuche ich mich selbst im Färben und Bemalen einer Stofftasche aus traditionellem Okinawa-Stoff. Eine sehr entspannende Tätigkeit und gleichzeitig ein tolles, selbstgemachtes Souvenir für die Daheimgebliebenen.

Färben von Bingatas, Okinawa Reisebericht, Japan Reisen
Bingata, Okinawa Reisebericht, Japan Reisen

Mit meiner Bingata und vielen schönen Eindrücken im Gepäck verabschiede ich mich von Okinawa und seinen herzlichen Einwohnern. Die Lebensfreude der Menschen hat mich tief beeindruckt und gemeinsam mit der vielfältigen Natur und Kultur der Inseln, ist Okinawa auf jeden Fall ein interessantes Reiseziel in Japan!

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Japan Privatreisen

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