Unsere Asien-Spezialistin Carolin Zennig unterwegs in Japan

Carolin Zennig unterwegs in Japan

Ein Traum wird wahr - auf nach Japan

Seit langer Zeit ist eine Reise nach Japan schon ein großer Wunsch von mir. Dieser wird nun Wirklichkeit! Mit der KLM geht es ab München über Amsterdam zum Narita Flughafen. Endlich kann ich das Land der aufgehenden Sonne persönlich mit all seinen Facetten kennen lernen.

Direkt bei der Ankunft mache ich mit dem japanischen Organisationstalent Bekanntschaft . In korrekter Ordnung komme ich sehr schnell durch die Immigration, ohne großes Warten. In der Ankunftshalle werde ich gleich von dem englischsprachigen Assistenten herzlich willkommen geheißen und erhalte alle Dokumente für die kommende Woche. Nach der einstündigen Fahrt im sehr bequemen Shuttle komme ich an meiner Unterkunft in Tokyo an. Im Luxushotel The Peninsula Tokyo werde ich wärmstens empfangen und dank des schnellen Check-Ins in meinem Zimmer kann mein erster Tag in Japan in Kürze beginnen. Als Erstes mache ich mich auf den Weg zur berühmten Shibuya Kreuzung, wo viele tausende Menschen bei der Überquerung  der Straße beobachtet werden können. Um das Spektakel aus der Vogelperspektive beobachten zu können, gehe ich auf die Aussichtsplattform der Magnet Shopping Mall.

Anschließend geht es nach einem Besuch in einem Igel Cafe weiter in die Takeshita Street, die sich gut zum Bummeln eignet und um einen der extravagant und zuckersüßen Crêpes zu probieren.

Takeshita Street, Tokyo, Japan Reise
Crepes, Takeshita Street, Tokyo, Japan Reise

Am Abend erwartet mich im The Peninsula Hotel Tokyo eine kulinarische Überraschung. Es gibt eine kleine Tour durch alle Hotelrestaurants mit den jeweiligen Bestsellern zum Probieren und am Ende eine Etagere mit Dessertauswahl.  Am besten ist unumstritten das Wagyu Beef. Den ersten Tag mit sehr vielen neuen Eindrücken und Begegnungen lasse ich in der schönen Hotelbar auf der obersten Etage mit Blick über die Stadt ausklingen.

Nach einer sehr erholsamen Nacht geht es am nächsten Morgen gleich los mit einer kleinen Stadtbesichtigung. Hier zeigt sich sofort, dass es neben den berühmten „Must-See“ Tempeln und Schreinen auch viele gibt, die mindestens genauso beeindruckend und dabei weniger besucht sind. Der Hie Jinja Schrein hat sogar eine kleine Abbildung der Roten Torii Tore des Fushimi Inari Schreins in Kyoto. Nach einem weiteren Halt am Zojoji Tempel mit Blick auf den Tokyo Tower geht es schließlich in den Imperial Palace Garden. Der Palast selbst kann zwar nicht besucht werden, da dort immer noch die kaiserliche Familie lebt, aber die Gartenanlage lädt zu schönen Spaziergängen ein.

Zojoji Tempel, Tokyo, Japan Reise
Torii Tor, Tokyo, Japan Reise
Zojoji Tempel, Tokyo, Japan Reise
Food Tour durch Tokyo

Da mir auf meinen Reisen immer besonders wichtig ist die kulinarische Vielfalt eines Landes genauer kennenzulernen, gibt es an dem heutigen Abend ein besonderes Highlight für mich: Eine Food Tour im Stadtteil Ebisu. Ich treffe meinen aufgeweckten Guide an der U-Bahn Station und schon werde ich in die Insidertipps der Stadt eingeweiht. Da die Restaurants in Japan immer auf eine Ausrichtung der Küche (Sushi, Ramen, Hühnchen, usw.) spezialisiert sind, sollte man sich vorher überlegen worauf man Hunger hat. Somit ist eine Food Tour wirklich super um verschiedene Leckereien zu probieren.

Los geht es in einem versteckten Lokal, das sich auf Thunfisch spezialisiert hat. Ein besonderes Erlebnis ist es, die Thunfisch Sashimi mit einer Muschel bewaffnet selbst vom Fischknochen zu entfernen und dann super frisch zu genießen. Weiter geht es in ein Restaurant, welches sich besonders auf Hühnchen und sehr guten Sake spezialisiert hat. Einfach lecker! Nach einem Halt in einer belebten, überdachten Essenstraße gibt es zum Abschluss eine mit roter Bohnenpaste oder Matcha gefüllte Waffel in Fischform.

Foodtour, Tokyo, Japan Reise

An Tag 3 steht ein Szenenwechsel auf dem Tagesplan. Doch vorher unternehme ich noch eine kleine Fahrradtour. Ganz richtig, in der großen Megacity Tokyo kann man durchaus sehr entspannt die idyllischen Wohngegenden per Fahrrad erkunden und sich nebenbei von ortskundigen Guides viel über das japanische Leben erzählen lassen.

Schnell, schneller, Shinkansen - Fahrt mit dem japanischen Hochgeschwindigkeitszug

Gegen Mittag beginnt meine erste Fahrt mit einem der berühmten Shinkansen Züge. Es geht von Tokyo über Nagoya nach Kiso-Fukushima. Bereits am Gleis sind Türnummern markiert, die ich auf meiner Fahrtkarte wiederentdecke und dadurch genau weiß, wo ich am besten einsteige, um direkt zu meinem reservierten Sitzplatz zu kommen.

An allen Bahnhöfen, die ich während der Reise durchquere, sind die Beschriftungen auf Japanisch und Englisch. Das gleiche gilt für die Lautsprecheransagen. Auf der Strecke zwischen Tokyo und Nagoya sitze ich auf der Seite, von der man bei guter Sicht einen Blick auf den Mt. Fuji erhaschen kann. Da Juni in Japan allerdings mitten in der Regenzeit liegt, habe ich diesmal leider kein Glück. Aber es gibt immer ein nächstes Mal!

Shinkansen, Schnellzug, Japan Reise
Shinkansen, Green Class, Japan Reise

Am Bahnhof von Kiso-Fukushima, welches sich am Anfang der japanischen Alpen befindet, wartet bereits ein Shuttle zu meinem „Ryokan“ auf mich - ein traditionelles japanisches Gästehaus. Hier werde ich herzlich von den Besitzern begrüßt und fühle mich in der sehr einladenden Lobby fast ein bisschen wie in ein Alpenchalet versetzt. Die großen Zimmer sind ganz traditionell eingerichtet samt Tatami Matten, dem Futon als spätere Schlafstätte und den typischen Schiebetüren. Vor dem Kaiseki Abendessen für das in mehreren Gängen die Spezialitäten der Region aufgetischt werden, entspanne ich mich in einem heißen Onsen.

Tatami Matten, Ryokan, Kiso-Fukushima, Japan Reise
Tatami Zimmer, Ryokan, Kiso-Fukushima, Japan Reise
Wanderung von Magome nach Tsumago

Am nächsten Tag erwartet mich eine sehr schöne und einfache Wanderung von Magome nach Tsumago. Beides sind ehemalige Poststädte und Abschnitte des Nakasendo Trail, welcher Kyoto mit Tokyo verbindet. In etwa drei Stunden wandern wir durch sehr schöne Landschaften, einem grünen Märchenwald und vorbei an zwei versteckten Wasserfällen. Zwischendrin entdecke ich ein Teehaus, wo ich mich kostenlos bei einer Tasse Tee ausruhen kann. Die frische Natur, die Ruhe und die herrliche Luft bieten eine optimale Auszeit von der Großstadt.

In Tsumago ist dann noch etwas Zeit, um durch diesen charmanten Ort zu Bummeln und leckeres Maronen- oder Matcha-Eis zu probieren. Abends erwartet mich dann wieder ein vorzügliches Kaiseki Abendessen und der heiße Onsen, den ich nun bereits das zweite Mal beinahe für mich allein habe.

Reisfelder, Tsumago, Japan Reise
Teehaus, Tsumago Wanderung, Japan Reise
Auf den Spuren der Geishas

Dann heißt es Abschied nehmen von den japanischen Alpen und es geht mit dem Shinkansen weiter in Japans Kulturhauptstadt nach Kyoto. Hier werde ich ganz traditionell mit einer Teezeremonie in die alte Kulturgeschichte eingeführt. Ich lerne wie ein Matcha Tee korrekt zubereitet und dem Gast serviert wird und vor allem lerne ich, lange auf den Knien zu sitzen.

Im direkten Anschluss daran, geht es in einen kleinen Tempel nebenan zu einer Zen Meditation. Dabei ist das Ziel, sich mit geöffneten oder halbgeöffneten Augen für einen Moment vom Alltag auszuklinken und zur inneren Ruhe zu finden. Da diese Form der Meditation nicht viel Zeit in Anspruch nimmt, ist sie perfekt dazu geeignet, um sie in den Alltag zu integrieren, egal ob kurz im Büro oder während man auf die nächste U-Bahn wartet.

Nach einem kurzen Besuch im Kodai-ji Tempel mit einem sehr schönen Zen-Garten, komme ich endlich zu einem Teil meiner Reise, auf den ich sehr lang gewartet habe. Mein Guide bringt mich nach Gion, einem der Geisha Distrikte in Kyoto. Dort finden sich schmale Gassen, mit sehr alten, traditionellen Häusern. Viele davon sind bewohnt von den Maikos, also den Geishas in Ausbildung. Am diesem Tag scheint das Glück auf meiner Seite zu sein. Auf dem Weg zur Maiko Schule in diesem Distrikt, erblicke ich tatsächlich eine echte Maiko - ein einzigartiges Bild für meine Erinnerungen.

Deshalb „echte Maiko“, weil in Kyoto vielerorts japanische, chinesische und auch mal westliche Touristen gesichtet werden, die sich für ein paar Stunden ein Kimono ausleihen, um für einen Moment in eine andere Rolle und vielleicht auch andere Zeit zu schlüpfen. Unterscheiden lassen sich Touristen von den echten Maikos oft durch die Qualität des Kimonos und des Make-ups, aber auch an der Frisur und durch das eilige Umherhuschen.

Gion, Geisha Viertel, Kyoto, Japan Viertel
Koda Ji Tempel, Kyoto, Japan Reise
Selbstgemachte Mochi bei einer einheimischen Familie

Der zweite Tag in Kyoto führt mich heraus aus der Stadt zum per Zug etwa 20 Minuten entfernten Lake Biwa. Der Lake Biwa ist der größte See Japans und sehr empfehlenswert, wenn man nach einigen Tagen Stadt gerne einen Ausflug in die Natur unternehmen will. Mein erster Stopp ist bei einer von sehr wenigen Familien in ganz Japan, die sich mit der Anfertigung und Restaurierung von Gargoyle-Abbildungen befassen. Diese fertigen Sie in den verschiedensten Größen für viele bekannte Tempelanlagen, aber auch private Wohnhäuser an.

Nach einer kurzen Runde durch den Ort geht es weiter zu einer Bauernfamilie, die sich dem Reisanbau widmet. Hier heißt es nun selbst Hand anlegen und das Mittagessen verdienen. Ausgestattet mit einem speziellen Klebereis, einem großen Holzhammer und viel Kraft helfe ich dabei, den Reis ganz matschig zu schlagen, um daraus die leckeren Mochi zu zaubern. Gefüllt werden diese dann mit roter Bohnenpaste, Erdnüssen und fermentierten Erdnüssen. Diese gibt es dann als Vor- und Nachspeise. Der Hauptgang wird in Form eines japanischen Hotpots mit viel frischem Gemüse aus der Region und Fleisch im Familienhaus serviert. Mit vollem Magen, rundum glücklich und um interessante Geschichten und Anekdoten der Familie reicher kehre ich am späten Nachmittag zurück nach Kyoto. Die Zeit vor dem Abendessen nutze ich, um mir den überdachten Nishiki Markt genauer anzusehen. Hier können noch einige Souvenirs erstanden, japanische Spezialitäten probiert und natürlich auch für Familie und Freunde zu Hause gekauft werden.

Mochi Herstellung, Kyoto, Japan Reise
Fahrradtour in Kyoto und Abschied vom Land des Lächelns

Man kommt nicht drum rum. Irgendwann ist er da: der letzte Tag der Reise. Zum Abschied von Kyoto erlebe ich noch eine sehr schöne Fahrradtour. Dabei geht es mitten durch die Stadt, was erstaunlich einfach und ruhig funktioniert. Nochmal in Gion komme ich erneut an einer Geisha Schule vorbei. Es muss die perfekte Zeit  sein, denn ich sehe schon wieder ein paar Maikos, die eilig zum Unterricht laufen und ihre Lehrerinnen am Eingang begrüßen. Nach der spaßigen Tour bringt mich eine kurze Zugfahrt weiter nach Osaka.

Hier habe ich kurz Zeit für einen Besuch im Schlosspark, um das hübsche Schloss von außen zu bestaunen. Dann genieße ich das letzte, fantastische japanische Essen gab – in einem Okonomiyaki Restaurant. Eine Gaumenfreude und eine kleine Entertainment Show zugleich. Der perfekte Abschluss einer überaus beeindruckenden und inspirierenden Reise. Das war mit Sicherheit nicht mein letztes Mal Japan.

Fahrradtour, Kyoto, Japan, Japan Reise
Osaka Schloss, Osaka, Japan Reise

Sie möchten auch ganz individuell nach Japan reisen? Gerne stellt Ihnen Carolin Zennig Ihre persönliche Reiseroute zusammen! Unverbindlich anfragen per Mail oder unter 089 12 70 91 -118.

 

Japan Privatreisen

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